Die Entwicklung vom Hubdach zum Alkoven
Die Grundidee, statt über Längenwachstum mehr Raum in der Höhe zu schaffen, geht auf die mit Aufstell- oder Faltdächern konstruierten ersten Campingbusse zurück. Bei diesen frühen Wohnmobilen ließen sich die Dächer von der Karosserie zunächst mit Griffen per Hand, später mit Hilfe von Elektromotoren abheben. Das brachte mehr Kopffreiheit im Inneren, bot in Kombination mit einem zusätzlichen Zwischendachboden jedoch auch ausreichend Raum, um in der durch das Hochstellen entstehenden Nische eine Doppelmatratze unterbringen zu können. Diese Idee der Schlafnische, denn nichts anderes benennt der Begriff Alkoven, wurde dann sowohl bei Hochdach-Wohnmobilen auf Basis von ausgebauten Kastenwagen als auch bei Wohnmobilen umgesetzt, die als Aufbauten auf Fahrgestellen mit Basisfahrzeug realisiert werden.
Wohnmobile in Alkoven-Bauweise haben zwei zusätzliche Schlafplätze
Wohnmobile mit Alkoven werden heute von allen großen Herstellern angeboten. Ihr Kennzeichen ist der über das Fahrerhaus reichende Dachaufbau. Um den Luftwiderstand zu verringern, sind die Alkoven vorne meistens windschnittig abgeflacht. Durch ihre Wölbung weisen sie zudem oft eine größere Höhe auf als der hintere Aufbau. Durch diese spezielle Bauform entsteht genügend Innenraum im Alkoven, um dort einen Schlafplatz für ein oder zwei Personen einzurichten. Der Vorteil des Alkoven: Es stehen mehr Schlafmöglichkeiten zur Verfügung, und der Schlafbereich lässt sich vom Wohnbereich abgrenzen. Zudem erlaubt die Alkoven-Bauweise es, den Aufbau des Wohnmobils vom Fahrerhaus mit Gardinen oder Isoliermaterial komplett abzutrennen.
Alkoven in teilintegrierten Wohnmobilen beziehen das Fahrerhaus in den Aufbau ein
Anders konstruiert ist der Alkoven bei so genannten teilintegrierten Wohnmobilen. Diese haben zwar ebenfalls einen Alkovenaufbau, jedoch schließt dieser mit der Dachkante des Fahrerhauses ab und ist ohne Wölbung. Statt Platz für zusätzliche Schlafplätze zu schaffen, dient der niedrige Alkoven bei teilintegrierten Wohnmobilen dazu, die Kopffreiheit in der Fahrerkabine auf das Niveau des Aufbaus zu erhöhen und diese dadurch in den Wohnbereich zu integrieren. Mit einem solchen Alkoven-Aufbau lassen sich dann etwa drehbare Sitze im Fahrerhaus als Bestandteil der im rückwärtigen Teil des Wohnmobils gelegenen Sitz- und Essgruppe nutzen.
Wichtige Hersteller von Wohnmobilen mit Alkoven
Bürstner (Alkoven Wohnmobil A 647 u.a.); Chausson (Alkoven Wohnmobil Acapulco u.a.),
Dethleffs (Alkoven Wohnmobil Esprit, Globetrotter u.a.), Euramobil (Alkoven Wohnmobil 500er und 600er Serie, Eura Sport u.a.),
Hymer (Alkoven Wohnmobil
Eriba Camp u.a.), Karmann (Alkoven Wohnmobil Colorado, Bahia u.a.), Knaus (Alkoven Wohnmobil Sun Traveller, Sport Traveller u.a), Mclouis (Alkoven Wohnmobil Tandy u.a.), Weinsberg (Alkoven Wohnmobil Meteor u.a.).
Bilder
Im Einsatz:
Alkoven:
Alkoven
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