Unimog 406

Der Unimog 406 wird ab 1963 in der mittleren Leistungsklasse gebaut

Als das Univeral-Motorgerät (Unimog) Anfang der 1950er Jahre auf den Markt kam, hatten die Ingenieure ein Fahrzeug konstruiert, das als Alternative zu Traktoren in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen sollte. Schnell wurde jedoch deutlich, dass die geländegängigen Lastwagen mit der kurzen Pritsche als Geräteträger oder Zugmaschinen eher Multifunktionsfahrzeuge waren und auch in anderen Einsatzbereichen genutzt wurden. Der Hersteller Daimler reagierte darauf, indem er das mit dem Unimog 411 anfangs nur ein Modell umfassende Programm ausbaute. Im Baujahr 1963 wurde mit dem Unimog 406 eine mittlere Baureihe vorgestellt, die mehr Leistung zur Verfügung stellte. Zum Einsatz kam der bis in die 1970er Jahre gebaute Unimog 406 vor allem in der Agrar- und Forstwirtschaft oder als Kommunalfahrzeug.

Beim Unimog 406 steigt die PS-Leistung gegenüber dem Urtyp

Um die Eigenschaften des Unimog als Zugmaschine zu steigern, verbauten die Konstrukteure der Mercedes-Benz Tochter Unimog in der Baureihe 406 nun einen Vierzylinder-Diesel mit 48 kW (65 PS). Zum Vergleich: Der Urtyp Unimog 411, auf dessen Plattform auch das neue Modell Unimog 406 aufbaute, kam nur auf knapp über 22 kW (30 PS). Die Strategie, dem Unimog mehr Leistungsreserven zur Verfügung zu stellen, verfolgte der Hersteller in den 1960er Jahren konsequent weiter. So erhielt der Unimog 406 ein neues Sechszylinder-Dieselaggregat mit 5,7 Liter Hubraum und 65 PS. In den 1970er Jahren kamen mit dem Unimog 406 der Serien U 80 oder U 84 noch stärker motorisierte Fahrzeuge auf den Markt.