Drei LKW-Klassen und eine Luxusedition
Die LKW von Mercedes Benz werden heute ausschließlich am Produktionsstandort Wörth am Rhein gebaut und in verschiedenen Ausführungen etwa als Sattelauflieger, Pritschenwagen oder Kipper hergestellt. In den drei LKW-Gewichtsklassen gibt es folgende Modelle, die heute die bis 1998 gültigen Typenbezeichnungen SK, NG und LN abgelöst haben:
- Im Bereich der leichten LKW bietet Mercedes Benz den Atego in der Klasse der 15- bis 18-Tonner an, der ab 1998 die Baureihe LN ersetzte und heute als Atego 12 bis 33 in Motorisierungen von 122 PS bis 326 PS und Tonnagen von 6,5 Tonnen bis 15 Tonnen im Programm ist. Bis zum Jahre 2001 gab es mit Atego 1533 und 1833 auch zwei schwerere Sattelzugmaschinen, die von der Einführung des Axor abgelöst wurden.
- Der Axor bezeichnet die Klasse der mittelschweren LKW von Mercedes Benz zwischen 18 Tonnen und 26 Tonnen Gesamtgewicht in den Baureihen Axor 23 bis 43.
- Die Mercedes Benz Schwerlaster tragen den Namen Actros, von dem bisher drei Modellreihen seit Einführung im Jahr 1996 vorgestellt wurden. Alle drei Modelle vom Actros über den MP2 bis zum aktuellen MP3 wurden in ihrer Klasse zum jeweiligen Truck of the Year gekürt. Der Actros löste die Mercedes Benz SK-Klasse ab und zählt heute zu den Marktführern in der Fernlogistik. Angeboten wird der Actros mit V6 oder V8 Motoren, die zwischen 320 PS und 598 PS leisten.
Um seine Position im wichtigen Bereich der Fahrzeuge für den Fernlastverkehr auszubauen, führte Mercedes Benz beim Actros eine aus dem PKW-Sektor bekannte Marketingstrategie in der Nutzfahrzeugklasse ein. Die Black Edition des Actros wurde als limitierte Sonderreihe in das Programm aufgenommen und übernahm Features wie Lederlenkrad oder Wurzelholzkonsolen bei der Innenausstattung des Fahrerhauses. Die Motoren von Atego, Axor und Actros erfüllen in Kombination mit der Reinigungstechnik BlueTec die Euro 4 oder Euro 5 Normen.
Sondernutzfahrzeuge von Mercedes Benz
Unter dem Dach von Mercedes Benz LKW werden neben den drei normalen LKW-Klassen auch drei Sonderbaureihen produziert, die unter eigenen Markennamen auf dem Markt angeboten werden.
Econic: Mit der Econic-Reihe baut Mercedes Benz Nutzfahrzeuge mit tiefer gelegtem Führerhaus und mit Sonderaufbauten. Diese Fahrzeuge kommen als Kommunalfahrzeuge etwa als Müllwagen oder als Feuerwehrwagen sowie auf Flughäfen zum Einsatz. Mit der Entwicklung von abgasreduzierten und sparsamen Hybrid-Motoren für die Econic-Fahrzeuge sieht sich der Hersteller im Bereich der kommunalen Fahrzeuge für den Einsatz in der Großstadt für die Zukunft gut aufgestellt.
Unimog: Seit der Übernahme des Nutzfahrzeugherstellers Unimog im Jahre 1951 stellt Mercedes Benz unter diesem Markennamen geländegängige allradgetriebene Nutzfahrzeuge für den Spezialeinsatz in der Land- und Forstwirtschaft sowie für den Kommunalbereich her. Produziert werden die Allrad-LKW heute nur noch in der Gewichtsklasse der schweren Nutzfahrzeuge unter den Bezeichnungen U 300 bis U 500 sowie U 3000 bis U 5000, die wie die LKW in Wörth hergestellt werden.
Zetros: Unter dem Markennamen Zetros hat Mercedes Benz Schwerlaster entwickelt, die mit Allradantrieb für den Geländeeinsatz optimiert sind. Die Zetros LKW kommen als Militärfahrzeuge sowie für Spezialaufgaben im zivilen Bereich zum Einsatz und stehen als Zetros 1833 und 2733 in den Gewichtsklassen zwischen 16,5 Tonnen und 27 Tonnen zur Verfügung.
Modelle und Preise
Gebrauchte Mercedes Benz LKW der alten LN-Klasse gibt es schon um die 2000 Euro. Ältere Transporter der Reihe 600/700 werden gebraucht um die 3000 Euro gehandelt. Ein Atego älteren Baujahrs kostet um die 7000 Euro. Bessere Modelle wie den Actros von
Mercedes Benz gibt es mittlerweile ab 17.500 Euro und speziellere LKW wie den Freightliner Kipper mit höherer Laufleistung gibt es auf dem Gebrauchtmarkt für cirka 32.000 Euro. Beachten sollte man allerdings immer die Laufleistung und den aktuellen Zustand des LKW.