MAN

Rudolf Diesels Erfindung legte den Grundstein für MAN

MAN-LKW im Einsatz
Es war in der Maschinenfabrik Augsburg, wo Rudolf Diesel im Jahr 1897 den ersten Dieselmotor der Welt konstruierte. Er revolutionierte damit die Technik und legte zugleich den Grundstein für den Erfolg der Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg (MAN), wie die Firma seit 1898 heißt. Anders als seine Konkurrenten Karl Benz und Gottfried Daimler, aus deren Unternehmungen später Mercedes-Benz hervorging, gründete Rudolf Diesel kein eigenes Unternehmen. Und anders als Daimler und Benz konzentrierte sich die MAN anfangs auf den Motorenbau. Ab 1915 kam die Konstruktion von Bussen und Schwerlastern hinzu. Noch bis nach dem zweiten Weltkrieg galt MAN als Spezialist ausschließlich für schwere Nutzfahrzeuge. Dazu zählten der F8 Schwerlaster, der Traktor Ackerdiesel und der weltweit erste Allradtraktor AS 325. Eigene LKW-Modellreihen unterschiedlicher Gewichtsklassen stellte MAN erst seit der Übernahme des Konkurrenten Büssing im Jahr 1972 her. Seither ist der Bau von Lastkraftwagen vom Kleinlaster bis zum Schwerlaster sowie die Produktion von Bussen das größte Geschäftsfeld im Konzern, der auch heute noch weltweit führend im Bereich von Turbinen und Schiffsmotoren ist. In der Nutzfahrzeugklasse der LKW zählt MAN hinter Mercedes-Benz in Europa inzwischen zu den Marktführern. Mit einer Fokussierung auf LKW und Busse sowie mit einer stärkeren Präsenz auf den Wachstumsmärkten der Schwellenländer will MAN sich als global agierender Hersteller behaupten. Im Vergleich zu seinen europäischen Konkurrenten gilt MAN mit seinen weltweiten Werkstandorten von Brasilien bis Saudi-Arabien schon heute als einer der internationalsten Hersteller der Nutzfahrzeugbranche. MAN Lastwagen werden in Brasilien nach der Übernahme der Sparte von Volkswagen unter dem Markennamen VW-Truck angeboten. In Großbritannien ist MAN mit der Marke ERF präsent, in Polen und Osteuropa mit den LKW von Star.

Kleine und leichte Lastkraftwagen

Die ersten MAN Kleinlaster der Serie G 90 und der MAN-Saviem 7.90 F wurden ab 1967 in einer Kooperation mit dem zu Renault gehörenden Nutzfahrzeughersteller Saviem auf den Markt gebracht. Der G 90 mit Kofferaufbau, als Kasten- oder Pritschenwagen wurde bis 1993 in seiner ursprünglichen Form in den Gewichtsklassen von vier Tonnen bis 12,3 Tonnen produziert. Im Jahr 1977 wurde der G 90 mit einem LT-Fahrerhaus von VW und einem Chassis von MAN in Kooperation gebaut. Mit der Übernahme des österreichischen LKW-Herstellers Steyr konzipierte MAN ab 1993 die neue Leichtlastwagen-Reihe unter der Bezeichnung L 2000, später LE, FE und schließlich ME 2000 genannt. Im Jahr 2005 wurde die Reihe vom neuen TGL abgelöst. Unter der Bezeichnung verkauft MAN Fahrzeuge in den Klassen von 7,5 Tonnen bis 12 Tonnen mit unterschiedlichen Aufbauten.

Mittelschwere LKW von MAN

Zum Markenzeichen der schweren LKW-Klassen wurden die MAN Ponton-Kurzhauber, die in den verschiedensten Aufbauten vom Kipper über Pritschen bis hin zu Sattelzugmaschinen mit den charakteristischen rundlichen Formen bis Mitte der 1990er Jahre hergestellt wurden. Frontlenker gab es von MAN ab 1957 mit dem Typ 415 F in der mittelschweren Klasse. Die als „Pausbacke“ bezeichneten Modelle wurde ab 1967 von den eckigen F7 bis F9 Lastwagen abgelöst, die ihre Nachfolger in den 1980er Jahren in den F90 und M90, später in den F2000, LE und ME2000 fanden. Die aktuelle Reihe bietet MAN unter dem Namen TGM an. Die Büssing-LKW waren mit der Übernahme des Konkurrenten 1973 in das MAN-Programm aufgenommen worden.

Schwerlaster von MAN

In der Schwerlasterklasse bietet MAN heute die Reihen TGA, TGX und TGS an, die mit moderner Abgasreinigungstechnik die Euro 4 bzw. Euro 5 Norm erfüllen. Gebaut werden die Schwerlaster in den Gewichtsklassen von 18 Tonnen bis 40 Tonnen in allen Varianten von der Sattelzugmaschine bis zum Spezialfahrzeug mit tiefergelegtem Einstieg für den Bereich der Kommunalfahrzeuge. Spezialfahrzeuge baut MAN zudem für Feuerwehren und für den militärischen Bereich.

Busse des Herstellers MAN

Als traditioneller Hersteller von Bussen unter der Marke MAN seit dem Jahr 1915, baute der Konzern diesen Bereich mit der Übernahme der Marke Neoplan im Jahr 2001 weiter aus. Heute stellt MAN vom Stadtbus bis zum Überland-, Reise- und Niederflurbus alle Typen dieser Nutzfahrzeugklasse her, die weltweit unter den Markennamen MAN und Neoplan fahren.

Preise

Ältere Transporter der MAN 8/9.150-Reihe mit Plane-Pritsche Aufbau und hoher Laufleistung sind ab 2000 Euro zu haben. Mit Kipperaufbau kosten alte Modelle ab 3000 Euro, mit Spezialaufbauten für Kühlung oder Getränke um die 5000 Euro. MAN 8.163 mit Kofferaufbau kosten auf dem Gebrauchtmarkt ab cirka 7000 Euro bis an die 10.000 Euro. Gebrauchte MAN-Busse werden je nach Baujahr von cirka 10.000 Euro bis über 200.000 Euro für neuwertige Gebrauchte gehandelt.

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