Alles über die LKW Versicherung
Entgegen der PKW-Versicherung, bei der in Typklassen unterschieden wird, wird bei der LKW-Versicherung die Prämie nach der Leistung (Kilowatt oder Nutzlast) berechnet.
Um die letztendliche Prämie errechnen zu können, sind individuelle Angaben erforderlich. Dazu gehören Angaben zur Nutzung des Fahrzeugs, beispielsweise ob der LKW im Nahverkehr oder im Fernverlehr eingesetzt wird.
Als Nahverkehr gilt bei vielen Versicherungen ein Radius von 50 km um die Firma. Hier sollte verglichen werden, denn es gibt auch Angebote mit einem Radius bis zu 150 km. In manchen Fällen wird ein gelegentlicher Gebrauch des LKW im Fernverkehr akzeptiert. Wichtig ist auch die Frage, ob es sich um einen gewerblichen Güterverkehr handelt oder ob Gefahrgut transportiert wird.
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Wie beim PKW gibt es auch beim LKW eine gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung, ohne die der LKW nicht auf der Straße bewegt werden darf.
Darüber hinaus existieren Teil- und Vollkaskoversicherungen für LKWs. Wie bei fast allen Versicherungen gibt es diese jeweils mit oder ohne Selbstbeteiligung. Da der LKW in der Regel einen doch recht hohen Wert besitzt, ist eine Kasko-Versicherung zu empfehlen.
Für Firmeninhaber empfielt sich zusätzlich die Insassenversicherung, die es auch für LKWs gibt. Dabei sind der Fahrer des LKW, sowie mitfahrende Personen im Falle eines Unfalles versichert.
Viele LKWs sind im Ausland unterwegs, daher sollte die Aufmerksamkeit auch auf Besonderheiten im Ausland gerichtet werden. Die Haftpflichtversicherung zahlt im Ausland beispielsweise oft sehr viel weniger als in Deutschland. Im Schadensfall im Ausland kann die Internationale Versicherungskarte (IVK) - umgangssprachlich auch "Grüne Karte" genannt - oft hilfreich sein, obwohl sie seit 1974 eigentlich in den meisten Ländern nicht mehr zwingend erforderlich ist.
Auf der Karte finden sich sämtliche Informationen, die bei der Regulierung eines Schadenfalles erforderlich sind.
Gerade im Ausland ist eine Kasko-Versicherung besonders sinnvoll, da so die oft niedrigeren Mindestsummen der Haftpflicht im Ausland nicht mehr relevant sind. Es sollten nach Möglichkeit hohe Deckungssummen vereinbart werden. Bei häufigen Fahrten ins Ausland sollte der LKW auch ausreichend gegen Diebstahl und Vandalismus abgesichert sein.
Bedacht werden muss auch die Ladung des LKWs, denn mit der Kasko oder Haftpflicht ist lediglich das Fahrzeug versichert. Bei einem Unfall könnte die Ladung beschädigt werden. Hierfür empfiehlt sich eine Transportversicherung. Falls Gefahrgüter transportiert werden, ist eine gesonderte Gefahrgutversicherung notwendig, denn gerade hier kann es bei einem Unfall durch austretendes Gefahrgut sehr teuer werden.
Um Geld zu sparen, empfiehlt sich für Firmen mit mehr als 3 LKWs eine Fuhrparkversicherung. Dabei werden die Fahrzeuge quasi im Paket versichert. Dies macht im Gegensatz zu einzelnen Versicherungen Einsparungen bis zu 50 % möglich. Ein Bauunternehmen mit 70 Fahrzeugen kann beispielsweise allein pro Jahr auf diese Weise gut 18.000 Euro sparen.
In jedem Fall sollte eine umfassende Information erfolgen. Es ist immer ratsam sich von unterschiedlichen Anbietern Angebote erstellen zu lassen und diese zu vergleichen. Eine LKW-Versicherung ist eine individuelle Angelegenheit, die auf die Gegebenheiten des Halters zugeschnitten sein muss.
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