Vom motorisierten Rasenmäher bis zum Mähroboter
Mit der Miniaturisierung der
Motoren wurde es ab Beginn des 20. Jahrhunderts möglich, motorenangetriebene Rasenmäher zu konstruieren. Heute bieten die Hersteller von Benzin- oder Elektromotoren betriebene Rasenmäher unterschiedlicher Leistungsklassen mit Auffangsäcken für den Rasenschnitt oder mit integrierter Mulchfunktion für den privaten, gewerblichen und landwirtschaftlichen Einsatz an. Neben den handgeführten Modellen stehen für größere Flächen sogenannte
Aufsitzmäher mit Arbeitsbreiten von über zwei Metern zur Verfügung. Die neueste Entwicklung sind Mähroboter, die dank computergestützter Sensortechnik vollkommen autonom arbeiten. An Ladestationen oder über Solarzellen mit Energie versorgte Mähroboter mit bis zu einem Meter Arbeitsbereich können sich mit fast vier Stundenkilometern Geschwindigkeit selbstständig über die Rasenfläche bewegen. Sie erkennen und umfahren Hindernisse, und mit aufgeladenem Akku mähen sie bis zu zwei Stunden Gras, ehe sie dann von allein wieder in ihre Aufladestation zurückfinden.
Rasenmäher mit Elektromotoren für kleinere Flächen
Nahezu alle Modelle der Elektro- und Benzinmäher arbeiten mit Sichelmähwerken, sodass es in der Schnittqualität keine Unterschiede gibt. Die Entscheidung für Elektro- oder Ottomotor hängt somit hauptsächlich von der Größe der zu mähenden Fläche ab. Für kleinere, regelmäßig gepflegte Rasengrundstücke reichen die Leistungen der besonders leise arbeitenden Elektrorasenmäher meist aus. Der Nachteil: Das Kabel zur Stromversorgung muss beim Mähen mitgeführt werden, was den Arbeitskomfort einschränken kann. Allerdings ermöglicht es die Technik moderner Hochleistungsakkus inzwischen, an der Steckdose aufgeladene Elektrorasenmäher zum Mähen kabellos über den Rasen zu führen.
Rasenmäher mit Benzinmotoren und Aufsitzmäher für größere Flächen
Die handgeführten Rasenmäher mit Ottomotoren sind ebenso für kleine wie für größere Grünflächen geeignet und werden mit Normalbenzin betankt.
Rasenmäher mit kräftigeren Benzinmotoren bis über fünf PS erleichtern den Schnitt von hohem oder nassem Gras. Komfortabler wird die Arbeit mit dem Benzinrasenmäher insbesondere bei schweren Modellen oder auf unebenem Gelände, wenn der Motor, neben dem Sichelmähwerk, zugleich auch die Räder antreibt. Der Nachteil von Rasenmähern mit Benzinmotor: Alte Modelle verursachen im Betrieb oft großen Lärm, und insbesondere Zweitaktmotoren stoßen viele Schadstoffe aus. Moderne Benzinrasenmäher versuchen diese Nachteile zu vermeiden, indem Betriebsgeräusche und Emissionen reduziert werden. Die größten mit Ottomotoren oder Dieselaggregaten angetriebenen Rasenmäher sind Modelle mit Fahrgestell, Sitz und Lenkung, die als Aufsitzmäher oder Rasentraktoren vor allem auf großen Flächen gebraucht werden.
Hersteller von Rasenmähern
- Belrobotics, Belgien (Robotermäher)
- Briggs & Stratton, USA (handgeführte Benzinrasenmäher, Aufsitzmäher)
- Carraro, Italien (Balken-Rasenmäher 524 u.a.)
- Electrolux-Husqvarna, Schweden (Mähroboter, handgeführte Benzinrasenmäher, Aufsitzmäher)
- Emak, Italien (Marke Oleo Mac mit handgeführten Benzin- und Elektrorasenmähern, Hochgrasmäher, Aufsitzmäher)
- Friendly Robotic, Israel (Robomow Mähroboter RL 1000 u.a.)
- SOLO, Deutschland (handgeführte Benzin- und Elektrorasenmäher, Wiesenmäher, Aufsitzmäher)
- Wolf, Deutschland (handgeführte Benzin- und Elektrorasenmäher)