Kleintraktor

Kleintraktoren haben das Einsatzprofil der großen Schlepper

Im Zuge der immer weiter voranschreitenden Spezialisierung und Differenzierung von Arbeitsprozessen im Agrarsektor bieten die meisten Hersteller von Landmaschinen heute neben Großgeräten für Bodenbearbeitung, Ernte und Transport auch kleinere Nutzfahrzeuge an, die trotz geringerer Motorleistung und kleineren Abmessungen dasselbe Einsatzprofil wie die großen Schlepper haben. Diese Kleintraktoren kommen in landwirtschaftlichen Betrieben, bei Nebenerwerbslandwirten, in der Bau- und Gartenbauwirtschaft, in kommunalen Unternehmen sowie in ihrer Form als Schmalspurschlepper in Obst- und Weinanbaubetrieben zum Einsatz. Zugleich bilden Kleintraktoren oft die Basis für Aufsitzmäher, wie sie auch für die Nutzung im privaten Bereich angeboten werden. Der Vorteil des Kleintraktors: Er leistet dieselbe Arbeit wie seine großen Kollegen und läßt sich wie diese mit multifunktionalen Anbaugeräten ausrüsten, ist dabei jedoch wendiger und belastet den Untergrund aufgrund seiner leichteren Konstruktionsweise weit weniger stark.

Der Kleintraktor als Nutzfahrzeug für kleinere Arbeitsbereiche

Für den radangetriebenen oder seltener auch mit Raupenantrieb ausgestatten Kleintraktor haben die Konstrukteure die Technik der großen Schlepper gewissermaßen miniaturisiert. Das Ziel der Entwicklung: Ein funktionales Arbeitsgerät zur Verfügung zu stellen, das aufgrund seines geringeren Gesamtgewichts von nicht einmal einer Tonne bis zu maximal knapp zwei Tonnen sowie dank seiner kompakten Bauweise mit einer Breite von gut einem Meter bis etwa 1,50 Metern auch auf beengten Arbeitsflächen einsetzbar ist. überdies hat der Kleintraktor einen geringen Wendekreis, und er kann platzsparend untergestellt werden, wenn er nicht im Einsatz ist. Die Kleintraktoren werden entweder mit Fahrerkabine oder in offener Bauweise angeboten. Bei diesen offenen Kleintraktoren sorgt ein Sicherheitsbügel für die notwendige Sicherheit und schützt den Fahrer bei einem Umkippen des Kleintraktors. Oft gibt es hier allerdings auch Verankerungsmöglichkeiten in der Karosserie, die das Aufsetzen einer demontierbaren Kabine ermöglichen, um ein witterungsunabhängiges Arbeiten zu ermöglichen.

Ein Frontlader macht aus dem Kleintraktor ein vielseitig verwendbares Arbeitsgerät

änhlich wie für die großen Schlepper bieten die Produzenten von Kleintraktoren zahlreiche Anbaugeräte an, die auf die Anfordernisse in der Landwirtschaft und im Bausektor abgestimmt sind. Am Heck des Kleintraktors können auf diese Weise Geräte für die Bodenbearbeitung wie Harken oder Planierschilde, Mähwerke oder Schaufeln sowie Spezialgeräte wie Erdbohrer installiert und über die Steuergeräte des Kleintraktors angetrieben und bedient werden. Zum volltauglichen Landwirschaftsfahrzeug wird der Kleintraktor mit einem Frontlader, an den Schaufeln oder andere Ladegeräte angeschlossen werden können. Die Motorleistung der hinterradangetriebenen oder mit Allradantrieb ausgestatteten Kleintraktoren liegt je nach Modell zwischen 10 PS und 40 PS.

Eine Auswahl der Hersteller von Kleintraktoren

Case-IH (USA-Italien): Kleintraktor Case 444 u.a.; Deutz-Fahr (Deutschland-Italien): Agrokid u.a.; Fendt (Deutschland): Kleintraktor Farmer 2 E, FW 139 u.a.; Hanomag (Deutschland): Kleintraktor Granit 500/1, R 324 SA, 324 S u.a.; Holder (Deutschland): Kleintraktor B 12 u.a.; Iseki (Japan): Kleintraktor TX 1300; John Deere (USA): Kleintraktor 3030, 1120 u.a.; Kubota (Japan): Kleintraktor B 1200; B 5001 u.a.; Lanz (Deutschland-USA): Kleintraktor 300 u.a; Massey Ferguson (USA): Kleintraktor Serie 165 u.a.; Same (Italien): Kleintraktor Leone 70, Saturno 80 u.a.; Yanmar (Japan): Kleintraktor Cub Cadet Serie EX, Serie SX u.a.