Forst

Arbeitsmaschinen für den Forst stellen höchste Ansprüche an Robustheit und Sicherheit

Die Arbeit in der Forstwirtschaft stellt höchste Ansprüche an die Maschinen, die bei der Waldpflege sowie beim Schlagen, Verarbeiten und Transport von Holz und Stämmen gebraucht werden. Maschinen für den Einsatz im Forst müssen besonders robust sein und an Maximum an Sicherheit garantieren. Das gilt sowohl für Kleingeräte wie Freischneider und Motorsägen, Holzspalter und Häcksler als auch für geländegängige Großgeräte. Für die unterschiedlichen Arbeitsprozesse im Forst bieten Landmaschinenhersteller und Nutzfahrzeugproduzenten daher speziell konstruierte Traktoren und Anbaugeräte, Ernter und Verarbeitungsmaschinen sowie Fahrgestelle für den Holztransport an.

Traktoren und Lastwagen für den Einsatz im Forst

Um im unwegsamen Gelände eingesetzt werden zu können, sind Traktoren für den Forsteinsatz mit Allradantrieb, speziellen Felgen und zugkräftigen Dieselmotoren ausgestattet, die auf eine Leistung von bis zu 100 kW (136 PS) zugreifen und damit eine Geschwindigkeit von gut 40 km/h erreichen. Wie bei vielen Landwirtschaftsmaschinen üblich, so sind auch Forstschlepper anstelle eines Kilometerzählers mit einem Betriebsstundenzähler ausgestattet, der bei gebrauchten Maschinen Auskunft über ihren bisherigen Einsatz gibt. Spezielle Schutzausrüstungen wie Außengestänge und Gitter an Führerhaus und Fenstern des Forsttraktors sorgen für ein sicheres Vorwärtskommen im Wald, ohne dass äste oder Buschwerk den Aufbau der Forstmaschine beschädigen können. überdies dienen die Gestänge dazu, den Druck der Ladung gleichmäßiger zu verteilen, die mit Anbaugeräten aufgenommen wird. Neben Traktoren werden im Forst allradangetriebene und zugstarke Lastwagen wie Unimogs genutzt, die zugleich als Transportfahrzeug und Geräteträger dienen können.

Ernte- und Verarbeitungsmaschinen für den Einsatz im Forst

Um einzelne Stämme greifen und im Forst zu Sammelplätzen oder Verladeanhängern transportieren zu können, kommen Erntemaschinen im Forst zu Einsatz, die gewissermaßen als Crossover-Modelle zwischen Traktor und Bagger mit einer besonderen Schwerpunktverteilung konstruiert sind. Ihre hydraulischen Auslegerkräne haben Reichweiten von bis zu zehn Metern und sind in jede Richtung schwenkbar. Bei modernen Erntern sorgen elektronische Bordsysteme dafür, dass die Ladung nach dem Greifen automatisch ausbalanciert wird. Zu den größten Maschinen für den Einsatz im Forst zählen die vollautomatisierten Maschinen zum Schälen und Verarbeiten der Stämme im Forst.

Anbaugeräte für Forstmaschinen

Für die Arbeit im Forst sind in erster Linie Anbaugeräte für Forstmaschinen erforderlich, mit dem das Bewegen der geschlagenen Stämme auch in schwierigem Gelände mit Gefälle und tiefen Bodenunebenheiten ermöglicht wird. Diese so genannten Rückegeräte können in Form eines Front- oder Heckladers konstruiert sein, deren Zangen oder Greifer einzelne Stämme aufnehmen. überdies lassen sich etwa Traktoren für den Einsatz im Forst mit Ladeaufbauten ausstatten. Dazu gehört etwa der hydraulisch arbeitende Ladelift, der als Frontanbau an die Forstmaschinen montiert wird und mehrere Stämme oder vorgeschnittenes Holz aufnehmen kann. Auch Geräte wie Häcksler oder Schäler lassen sich an Forstmaschinen anbauen. Für den Rodungs- und Planierungseinsatz können Forstmaschinen an Front oder Heck zusätzlich mit absenkbaren Schildern ausgestattet sein. Zu den Anbaugeräten, die im Forst zum Einsatz kommen, zählen darüber hinaus Winden oder Halterungen für Schleppketten, mit denen Stämme zum Transport gerückt werden.

Fahrgestelle und Anhänger für den Transport im Forst

Für den Transport von Stämmen auf Forstwegen und Straßen bieten die Hersteller speziell konstruierte Rückeanhänger bis cirka vier Meter Länge an, die mit ihrem Rungenaufbau eine Stabilisierung der geladenen Rundstämme gewährleisten, ohne dass zeitlich aufwändige zusätzliche Fixierungen angebracht werden müssten. Rückeanhänger können nahezu zehn Tonnen Nutzlast transportieren und lassen sich an jede Art Zugfahrzeug ankoppeln, das über die entsprechende Zugkraft verfügt. Neben den reinen Transportanhängern gibt es auch Rückeanhänger mit integriertem Hebekran, der Stämme bis zu einer Weite von fast sieben Metern erreichen kann. Je nach Auslage des Krans können die Greifer Stämme bis zu einem Gewicht von über 800 Kilogramm befördern. Viele Rückeanhänger sind mit ausfahrbaren Stützen ausgestattet, sodass das Be- und Entladen auch im abgehängten Zustand erfolgen kann. Für das Beladen von Kurzhölzern direkt im Arbeitsbereich stehen kompaktere Anhänger mit Ladekran zur Verfügung, die sich bei schweren Untergründen mit Raupenketten ausrüsten lassen.

Wichtige Hersteller von Geräten und Maschinen für den Einsatz im Forst

  • Agrifac, Niederlande (Baumschäler Big Six u.a.)
  • Farmi, Finnland (Rückewagen Forest Vario u.a.)
  • John Deere, USA (Forst-Erntemaschine 540er-Serie, Forsttraktoren u.a.)
  • Emak, Italien (Oleo Mac Motorsägen u.a.)
  • Husqvarna, Schweden (Fräsemaschinen, Häcksler u.a.)
  • Mercedes-Benz, Deutschland (Forsttraktor MB Trac 800 u.a.)
  • MTD, USA (Freischneider, Hochgrasmäher u.a.)
  • New Holland, USA-Italien (Forstschlepper, Holzhäcksler u.a.)
  • Pfanzelt, Deutschland (Rückeanhänger S-Line u.a.)
  • Timberjack, USA (Forsttraktor 810 u.a.)
  • Valmet, Finnland-Japan (Forsttraktor Harvester u.a.)
  • Vermeer, Niederlande (Forstfräser SC 60 TX u.a.)
  • Welte, Deutschland (Tieflader, Rückegeräte u.a.)
  • Zetor, Tschechien (Frosttraktor Forterra u.a.)