Hochspezialisierte Landmaschinen für alle Agrarbereiche
Die traditionelle Landwirtschaft war bis vor hundert Jahren schwere Handarbeit. Mit dampfgetriebenen Traktoren und Maschinen zur Verarbeitung etwa beim Getreidedreschen begann die erste landwirtschaftliche Revolution im 19. Jahrhundert, die es Europa am Beginn der Industrialisierung ermöglichte, die Nahrungsproduktion an das Wachstum seiner Bevölkerung anzupassen. Ernährte ein Bauer in Deutschland um 1900 vier Menschen, so sind es heute über 140. Möglich wurde das durch die zunehmende Spezialisierung von Landmaschinen. Deren Hersteller erkannten früh, dass die vielfältigen Arbeitsabläufe in den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Betrieben nach einer Vielzahl von Lösungen verlangten. Der Milchbauer brauchte für seinen wachsenden Bestand an Tieren leistungsfähige Melkmaschinen, der Rübenbauer verlangte nach einem Rübenernter, andere Landmaschinen wie Pflüge, Eggen oder Mäher fanden allgemeinere Verwendung.
Heute produziert die Landmaschinenindustrie hochspezialisierte Geräte für fast jeden Einsatzbereich im Agrarsektor. Die Produzenten bieten von der Ballenpresse über die Kartoffellegemaschine bis hin zum Traubenvollernter hochfunktionale Geräte an, die es ermöglichen, die Ressource Boden effektiver zu nutzen. Um im harten Konkurrenzkampf der zur Agrarindustrie gewandelten Landwirtschaft bestehen zu können, sind Landwirte gezwungen, immer mehr und immer höher technisierte Maschinen einzusetzen, um die Arbeitskosten senken zu können. Die Investitionen, die dazu nötig werden, sind mitunter so gigantisch wie die Maschinen selbst. Ein Mähdrescher ist nicht nur fast haushoch, er kostet in der Anschaffung auch fast so viel wie ein Eigenheim. Dafür allerdings kann er auch schon fast mit Wohnungskomfort aufwarten, wenn der Landwirt ein Modell wählt, dessen Fahrerkabine mit Klima- und Musikanlage ausgestattet ist.
High-Tech-Landmaschinen für die Agrarwirtschaft von morgen
Nach der Spezialisierung folgt jetzt die Computerisierung der
Landmaschinen kaufen. Die Stichworte, die heutigen Agrarökonomen so geläufig sind wie vorangegangenen Generationen von Bauern die Begriffe Egge und Pflug, lauten Präzisionsackerbau, computergesteuerte Landwirtschaft, lokales Ressourcenmanagement. Die Landmaschinen werden immer mehr zum Bestandteil eines elektronisch gesteuerten Netzwerks, zu dem Satelliten, Bürocomputer und eine von ihm gesteuerte Landmaschine wie etwa der Düngestreuer gehören. Eine digitale Datenerfassung über Sensoren an Bord der Landmaschinen in Verbindung mit Geoinformationssystemen, wird es zum Alltag werden lassen, dass beispielsweise Dünger gezielt an die Bodengegebenheiten auf einem Feldstück ausgebracht wird. Diese High-Tech-Landmaschinen werden den Agrarsektor so nachhaltig verändern, wie es die mechanischen Neuentwicklungen der Jahre zuvor taten.
Landmaschinen Hersteller, Marken und Gebrauchtpreise
AGCO, USA (Traktoren, Mähdrescher etc. der Marken Deutz-Fahr, Fendt, Gleaner, Massey-Ferguson); Case New Holland, Niederlande (Mähdrescher, Traktoren etc. der Marken Fiat, Ford-New Holland, International Harvester, O&K, Steyr u.a.); Claas, Deutschland (Mähdrescher Lexion 579, Mäher Cougar, Traktorenreihe Ares, Xerion u.a.); John Deere, USA (Mähdrescher, Traktoren, Baumaschinen, Forstmaschinen etc. der Marken Lanz, Sabo, Timberland u.a.); Rabe, Deutschland (Pflüge, Eggen, Sämaschinen u.a.); Welger, Deutschland (Pressen der AP-Reihe, Schneider, Mäher u.a.). Die Preise für gebrauchte Landmaschinen reichen von 500 Euro für Einzelkornsägeräte bis zu über 300.000 Euro für automatisierte Baumfällforstmaschinen.