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Landmaschinen

Landmaschinen helfen globale Probleme zu lösen

In einigen Jahrzehnten, so haben Forscher errechnet, werden doppelt so viele Menschen auf der Erde leben wie heute. Um alle Bewohner des Planeten ernähren zu können, wird in der Agrarwirtschaft eine neue landwirtschaftliche Revolution stattfinden müssen. Da die Anbaufläche für Nahrungsmittel sich nicht beliebig vermehren lässt, wird es maßgeblich darauf ankommen, höhere Erträge auf gleicher Grundfläche erwirtschaften zu können. Landmaschinen kommt bei dieser Aufgabe eine zentrale Rolle zu. In den Industriestaaten der westlichen Welt entwickeln Hersteller von Landmaschinen ständig effizientere Maschinen, die die großen globalen Herausforderungen der Zukunft meistern helfen sollen. Über die endlos scheinenden Getreidefelder im amerikanischen Westen ziehen gigantische Mähdrescher, die satellitengesteuert ernten und Dünger ausbringen und so die Erträge optimieren. Dieses Bild kündet bereits vom Beginn der zweiten landwirtschaftlichen Revolution, die die Agrarindustrie in den hochentwickelten Ländern mit Computertechnologien in der Zukunft genau so grundlegend wandeln könnte, wie die mechanischen Neuerungen die Landwirtschaft in der Vergangenheit verändert haben.

Hochspezialisierte Landmaschinen für alle Agrarbereiche


Die traditionelle Landwirtschaft war bis vor hundert Jahren schwere Handarbeit. Mit dampfgetriebenen Traktoren und Maschinen zur Verarbeitung etwa beim Getreidedreschen begann die erste landwirtschaftliche Revolution im 19. Jahrhundert, die es Europa am Beginn der Industrialisierung ermöglichte, die Nahrungsproduktion an das Wachstum seiner Bevölkerung anzupassen. Ernährte ein Bauer in Deutschland um 1900 vier Menschen, so sind es heute über 140. Möglich wurde das durch die zunehmende Spezialisierung von Landmaschinen. Deren Hersteller erkannten früh, dass die vielfältigen Arbeitsabläufe in den unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Betrieben nach einer Vielzahl von Lösungen verlangten. Der Milchbauer brauchte für seinen wachsenden Bestand an Tieren leistungsfähige Melkmaschinen, der Rübenbauer verlangte nach einem Rübenernter, andere Landmaschinen wie Pflüge, Eggen oder Mäher fanden allgemeinere Verwendung.
Heute produziert die Landmaschinenindustrie hochspezialisierte Geräte für fast jeden Einsatzbereich im Agrarsektor. Die Produzenten bieten von der Ballenpresse über die Kartoffellegemaschine bis hin zum Traubenvollernter hochfunktionale Geräte an, die es ermöglichen, die Ressource Boden effektiver zu nutzen. Um im harten Konkurrenzkampf der zur Agrarindustrie gewandelten Landwirtschaft bestehen zu können, sind Landwirte gezwungen, immer mehr und immer höher technisierte Maschinen einzusetzen, um die Arbeitskosten senken zu können. Die Investitionen, die dazu nötig werden, sind mitunter so gigantisch wie die Maschinen selbst. Ein Mähdrescher ist nicht nur fast haushoch, er kostet in der Anschaffung auch fast so viel wie ein Eigenheim. Dafür allerdings kann er auch schon fast mit Wohnungskomfort aufwarten, wenn der Landwirt ein Modell wählt, dessen Fahrerkabine mit Klima- und Musikanlage ausgestattet ist.

High-Tech-Landmaschinen für die Agrarwirtschaft von morgen


Nach der Spezialisierung folgt jetzt die Computerisierung der Landmaschinen kaufen. Die Stichworte, die heutigen Agrarökonomen so geläufig sind wie vorangegangenen Generationen von Bauern die Begriffe Egge und Pflug, lauten Präzisionsackerbau, computergesteuerte Landwirtschaft, lokales Ressourcenmanagement. Die Landmaschinen werden immer mehr zum Bestandteil eines elektronisch gesteuerten Netzwerks, zu dem Satelliten, Bürocomputer und eine von ihm gesteuerte Landmaschine wie etwa der Düngestreuer gehören. Eine digitale Datenerfassung über Sensoren an Bord der Landmaschinen in Verbindung mit Geoinformationssystemen, wird es zum Alltag werden lassen, dass beispielsweise Dünger gezielt an die Bodengegebenheiten auf einem Feldstück ausgebracht wird. Diese High-Tech-Landmaschinen werden den Agrarsektor so nachhaltig verändern, wie es die mechanischen Neuentwicklungen der Jahre zuvor taten.

Landmaschinen Hersteller, Marken und Gebrauchtpreise


AGCO, USA (Traktoren, Mähdrescher etc. der Marken Deutz-Fahr, Fendt, Gleaner, Massey-Ferguson); Case New Holland, Niederlande (Mähdrescher, Traktoren etc. der Marken Fiat, Ford-New Holland, International Harvester, O&K, Steyr u.a.); Claas, Deutschland (Mähdrescher Lexion 579, Mäher Cougar, Traktorenreihe Ares, Xerion u.a.); John Deere, USA (Mähdrescher, Traktoren, Baumaschinen, Forstmaschinen etc. der Marken Lanz, Sabo, Timberland u.a.); Rabe, Deutschland (Pflüge, Eggen, Sämaschinen u.a.); Welger, Deutschland (Pressen der AP-Reihe, Schneider, Mäher u.a.). Die Preise für gebrauchte Landmaschinen reichen von 500 Euro für Einzelkornsägeräte bis zu über 300.000 Euro für automatisierte Baumfällforstmaschinen.