John Deere

John Deere: Vom Hufschmied zum weltweiten Nutzfahrzeugkonzern



Die amerikanische Firma John Deere verkörpert im Bereich der Landmaschinen nicht weniger als den amerikanischen Traum vom Erfolg. Der Hufschmied John Deere, der dem Unternehmen seinen Namen gab, war mit eisernem Willen und eisernem Handwerk doppelt gut gerüstet an die Verwirklichung seines Traums gegangen. Er legte den Grundstein dafür, dass seine Nachfolger von 1837 bis heute aus einer Ein-Mann-Schmiede einen der Weltmarktführer für Landmaschinen schmieden konnten. überdies stellt die Erfolgsfirma heute viele Arten von Maschinen für den Einsatz im Bau- und Forstsektor sowie für die Gartenpflege her. Eine eigene Sparte Finanzdienstleistungen rundet das Spektrum ab.

Erfolg durch Qualität



Ende der 1890er Jahre nach den Gründen für seinen ungewöhnlichen und ungewöhnlich schnellen unternehmerischen Erfolg befragt, brauchte Firmengründer John Deere nicht lange zu überlegen. Er brachte das auf den Punkt, was die Landwirte zunächst in den USA, später auf der ganzen Welt in ihren Gesprächen über John Deeres Maschinen verbreiteten: Die Qualität der Produkte stimmt. Mit John Deere persönlich gesprochen: "Ich werde niemals meinen Namen auf ein Produkt setzen, in dem nicht das Beste steckt, das ich zu geben vermag." Das war seine Art von frühem Qualitätsmanagement.

Expansion durch Weitblick



Am Anfang stand die Idee. John Deere, der gelernte Schmied, baute einen Ackerpflug, der sich beim Gebrauch selbst reinigte. Das sparte den Bauern eine Menge Arbeit und Zeit. Kaum ein Jahr nach der Erfindung, produzierte Deere seine Pflüge schon im größeren Maßstab. Um 1850 herum galten bereits Stückzahlen von 1000 als Massenproduktion. Mit dem verdienten Geld stieg er 1918 in das Geschäft ein, das bis heute mit seinem Namen verbunden ist: Traktoren. In der großen Wirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre erweist er sich als weitblickender Geschäftsmann, der Kunden langfristig nicht nur durch Qualität an sich zu binden wusste. Insolventen Bauern, die John-Deere-Produkte auf Kredit gekauft hatten, stundete er ausstehende Zahlungen, damit sie weiter produzieren konnten. Für die Farmer wurde die Firma zum Inbegriff US-amerikanischer Agraridentität.

Marktführer durch Zukäufe

Im Jahre 1956 expandierte das Unternehmen nach Deutschland. Der Traditionshersteller von Landmaschinen und Traktoren, Heinrich Lanz, stand zum Verkauf. John Deere nutzte die Chance in Deutschland, kurz darauf mit Zukäufen in Mexiko. John Deere wurde international und profitierte auf vielen Kontinenten vom Aufschwung der Landwirtschaft mit der Herstellung von Kleinpflug bis hin zu den größten Mähdreschern. Das boomende Baugeschäft wurde 1958 mit der Gründung der John Deere-Baumaschinensparte zum zweiten Standbein. Kleine Maschinen zur Gartenpflege auch für den privaten Endverbraucher werden seit 1963 hergestellt. Darunter ist heute der Hersteller Sabo. Im Jahre 2000 kam der Forstmaschinenhersteller Timberjack zum Imperium. Heute arbeiten über 56.600 Menschen in weltweit 63 Werken von John Deere. In Deutschland gehören fünf Produktionsstätten zur John Deere-Gruppe. Seit 2005 übersteigen die Umsätze die 20 Mrd. US-Dollar Grenze. Nicht zuletzt wegen der Ende der 1990er Jahre neu entwickelten Modulbauweise von Traktoren, die Maßstäbe setzten. Im November 2008 lief im Mannheimer Lanz-Werk der 1,5millionste Traktor vom Band.



Wichtige Modelle von John Deere: Traktoren der Serien 5R und 5RN mit den 5000er Nachfolgern, Premiummodelle der Reihe 6030 und 7030. Großtraktoren Serie 9030. Handgeführte Rasenmäher der Reihe JX75, neu JX90. Rasentraktoren der Serien LT und LX, neu X300er-Reihe. Mähdrescher S690 i, STS und CTS Reihe, S und T Serie. Raupenbagger der Serien 17 bis 60D, 200er - 800er Serien u.a.