Hanomag

Hanomags Produktpalette reicht von Traktoren über Lokomotiven bis zu Cabriolets

Dampflokomotiven, Cabriolets, Panzer, Kleintransporter, Planierraupen, Kleinwagen, Traktoren, es gab Zeiten, da wurden unter dem Dach des in seinen Ursprüngen auf das Jahr 1871 zurückgehenden Unternehmens Hanomag Fahrzeuge und Maschinen fast jeder Gattung produziert. Für den dauerhaften Geschäftserfolg des in Hannover heimischen Maschinenbauers sollte sich dieses Konzept der Diversifizierung allerdings als wenig nachhaltig erweisen. Die Zeit der Dampfloks ging zu Ende, die heimischen Konkurrenten entwickelten Pkw-Baureihen mit neuen Technologien. Am ehesten noch konnte Hanomag mit Nutzfahrzeugen am Markt bestehen. Neben den Lastwagen, die ab Ende der 1960er Jahre unter der vereinten Marke Hanomag-Henschel angeboten wurden, waren dies vor allem Baumaschinen und Traktoren. Bevor die Sparte Landmaschinen dann 1974 an den US-Konkurrenten Massey Ferguson verkauft und die Produktion von Traktoren unter dem traditionsreichen Markennamen Hanomag ab dem Jahr 1979 ganz eingestellt wurde.

In den 1920er Jahren wird die Tradition der Hanomag Traktoren begründet

Die ersten Traktoren des Herstellers Hanomag kamen zur Blütezeit des Unternehmens zu Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt. Mit dem Hanomag Traktor der Baureihe WD R26, der erstmals im Baujahr 1924 ausgeliefert wurde, begründete das Unternehmen die Tradition der Hanomag Schlepper. Als einer der ersten deutschen Produzenten kamen die Hannoveraner im Jahr 1931 mit einem neuartigen Traktor auf den Markt, der anstelle der vormals verbauten Benzinmotoren mit einem Fünf-Liter-Dieselmotor ausgestattet wurde. Dieser Traktor der 2,5 Tonnen Klasse verließ unter der Typenbezeichnung Hanomag RD 36 die Fabrik und wurde bis 1936 gefertigt. Eine neue Modellreihe kam danach mit den Hanomag AR und SR Traktoren auf den Markt, die in zwei Versionen mit 38 PS sowie mit 50 PS gebaut wurden. Die größten Traktoren von Hanomag waren in dieser Zeit die Hanomag GR und RS, die bis über drei Tonnen Gewicht erreichten und eine Motorleistung von 50 PS brachten.

Die Hanomag Traktoren der R-Baureihe ab den 1950er Jahren

Die Hanomag Traktoren der R-Baureihe bestimmten die Produktion vom Beginn der 1940er Jahre bis in die 1960er Jahre hinein. Der kleinste Schlepper dieser Epoche war der Hanomag Traktor RL 20 mit knapp 20 PS und 1,6 Tonnen Gewicht, der von 1939 bis 1949 angeboten wurde und mit dem größeren Hanomag R 40 das Programm in dieser Zeit komplettierte. Bis Mitte der 1960er Jahre baute Hanomag seine R-Reihe weiter aus und bot schließlich Traktoren in den Gewichtsklassen von 800 Kilogramm beim Hanomag R 12 bis zu 4,5 Tonnen Gewicht beim Hanomag R 460 an. Zu den bekanntesten Modellen dieses Produktionszeitraums zählen die Hanomag Traktoren mit den Beinamen Granit, Brillant oder Robust.

Die letzten Hanomag Traktoren bis zum Baujahr 1979

Nachdem Hanomag Ende der 1950er Jahre in den mittleren Gewichtsklasse eine C-Baureihe bis knapp 1,4 Tonnen eingeführt hatte, wurden die Hanomag Schlepper ab dem Baujahr 1962 dann unter neuen Verkaufsbezeichnungen in den Handel gebracht. Die Modelle Granit, Brillant und Robust blieben erhalten, die Serie der Hanomag Perfekt kam neu ins Programm, wurde jedoch nur bis Ende der 1960er Jahre gefertigt. Am Ende konzentrierte sich Hanomag auf die schweren Schlepper über drei Tonnen Gewicht, die in der Baureihe Brillant auch als Allrad-Traktoren bis zum Ende der 1970er Jahre unter dem Namen Hanomag ausgeliefert wurden.