Grader stellen ebene Flächen für den Straßen- und Wegebau her
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Im Einsatz: Grader
Grader- Wenn es im Straßen- und Wegebau darum geht, aus einer bereits vorbereiteten Fläche eine über viele Kilometer exakt geführte ebene Trasse zur Aufnahme der anschließend aufgebrachten Oberflächenbeschichtung zu machen, dann müssen Großgeräte mit der entsprechenden Arbeitskapazität und technischen Genauigkeit zum Einsatz kommen. Die Hersteller von Nutzfahrzeugen für die Bauwirtschaft haben daher speziell für diese Aufgabe im Straßen- und Wegebau die so genannten Grader entwickelt, die mit den Raupen zu den größten im Alltag genutzten Baumaschinen gehören. Im Vergleich zu den prinzipiell ähnlich arbeitenden Planierraupen dienen Gradern gewissermaßen zum Feinschliff einer bereits planierten Oberfläche. Ihr Vorzug: Mit modernen technischen Geräten zur Niveauermittlung ausgestattet, können Grader von den Ingenieuren errechnete Vorgaben genau umsetzen. Und dank der Abmessungen ihrer Arbeitsschilde wird es möglich, auch lange Strecken im Straßenbau rationell zu bearbeiten.
Die Bauweise der Grader
Bei der Konstruktion von Gradern greifen die Entwickler auf Bauelemente zurück, die ganz ähnlich auch für Radlader und Planierraupen angewendet werden. In mancher Hinsicht stellt der Grader daher ein aus diesen beiden Baumaschinen kombiniertes Nutzfahrzeug dar. Grader in den Gewichtsklassen zwischen 7,5 und über 18 Tonnen erreichen eine Fahrzeuglänge von über zehn Metern, eine Fahrzeugbreite von über 2,50 Metern und eine Höhe von über drei Metern. Die zumeist dreiachsig gebauten Grader haben ein Fahrgestell mit Heckmotor und niedrig oder hoch aufgebautem Führerhaus, an das sich ein lang vorgebauter zweiter Fahrzeugteil mit der lenkbaren dritten Achse anschließt. Vorteil dieser Bauweise: Der Grader kann mit seinem langen Vorbau leichter manövriert werden. Moderne Grade verfügen heute außerdem oft über einen Antrieb aller sechs Räder, um eine optimale Steuerung des Graders im Arbeitseinsatz gewährleisten zu können. Grader haben dabei bis zu sechs Vorwärtsgänge und bis zu drei Rückwärtsgänge mit hydrostatischer Schaltung.
Die Anbauten der Grader als Front- und Mittelschild
Als Arbeitsgeräte verfügen Grader über ein oder zwei beweglich aufgehängte Schilder. Dabei kann es sich um einen in der Mitte des Auslegers installierten Mittelschild, um einen Frontschild oder um eine Kombination aus beiden mit kurzem Front- und längerem Mittelschild handeln. Diese auch als Scharen bezeichneten Anbaugeräte werden hydraulisch bewegt und können als Frontanbau über 2,50 Meter Arbeitsbreite haben. Mittelschilde sind in der Regel noch länger und erreichen eine Auflagefläche von über vier Metern. Um beim Arbeitseinsatz die gewünschten ebenen Flächen herstellen zu können, lassen sich die Scharen der Grader über die Instrumente im Führerhaus drehen, kippen und schräg stellen. In Kombination mit Lasermessgeräten können die Arbeitsschilde der Grade auch mit einer automatischen Niveaukorrektur eingesetzt werden. Viele Grader besitzen darüber hinaus als Heckanbau einen mehrzahnigen Ripper, der eine Bodenbearbeitung bis über einen Meter Tiefe erlaubt und der Auflockerung einer verdichteten Oberfläche dient.
Wichtige Produzenten von Gradern
Grader werden von vielen großen Herstellern von Baufahrzeugen auf dem Markt angeboten. Einige wichtige Produzenten von Gradern sind etwa: Bomag, Südkorea (Grader SHM-Serie u.a.); Caterpillar, USA (Grader 143 H, Grader 16G u.a.); Faun, Deutschland-Japan (Grader 156 A u.a.); Komatsu, Japan (Grader GD-Serie u.a.); MBU, Deutschland (Grader G 6 u.a.); Nobas, Deutschland (Grader BG-Serie u.a.); O&K, Deutschland-Japan (Grader F 155A, Grader F 206A u.a.); Volvo, Schweden (Grader G 270, VHK 116 u.a.); Zoomlion, China (Grader PY 190B u.a.).