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  Lexikon > Container und Wechselbehälter
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Container und Wechselbehälter

Globalisierung wäre ohne Container und Wechselbehälter undenkbar

Um die drei Milliarden Tonnen Güter werden jedes Jahr auf Europas Straßen befördert. Das machte im Jahre 2008 mehr als 350 Milliarden Tonnenkilometer. Und die Logistiker sagen voraus, dass das Transportvolumen auf den Straßen weiter zunehmen wird. Ohne schnell austauschfähige Ladungsträger und Großraumbehälter wäre diese gewaltige Transportleistung nicht zu schaffen. Wechselbehälter und Container ermöglichen eine geschlossene Transportkette auf Straße, Schiene und Wasser. Modernes Produktionsmanagement wie Chain-supply wäre ohne Wechselbehälter so undenkbar, wie die globalisierten Wirtschaftsprozesse ohne Container.

Ein Amerikaner und die Deutsche Bundespost waren die Vorreiter

Der US-amerikanische Spediteur Malcom McLean gilt als Erfinder der Großraumbehälter. Schon Mitte der 1950er Jahre hatte er eine zeit- und kostensparende Methode gefunden, seine Waren im Hafen ohne Umladung von der Straße auf Schiffe und umgekehrt zu bringen. Erst schickte er seine Anhänger mit Aufbau auf die Reise. Dann nur noch den Aufbau. Um seine Behältnisse an Bord transportieren zu können, stattete er Schiffe mit speziellen Verankerung aus.
Bis zu der Idee, diese Container stapelfähig zu machen und so die Transportkapazität eines Schiffes zu erhöhen, war es nur noch ein kleiner Schritt. In Deutschland war die Bundespost mit ihren genormten Paketbehältern, den sogenannten Weberbehältern, für Straße und Schiene der Vorreiter der Containerisierung. Seit Ende der 1960er Jahre wurde der Container zum Standardtransportmittel im Überseeverkehr. Container und Wechselbehälter für Lagerung und Transport Die Container erwiesen sich mit ihren festen Stahlwänden und Stapelmöglichkeiten als effektivstes Transportbehältnis in allen Wetterlagen. Wind- und wasserdicht, lassen sie sich im Hafen automatisch entladen. Sie sind genau so schnell auf Lkw wie auf Schienenwaggons zu verladen. Einmal abgesetzt, ist die Zugmaschine sofort wieder frei, während die Güter im preiswert herzustellenden Container auf ihre Entladung warten. Oder darin längere Zeit gelagert werden. Der Wechselbehälter weist den zusätzlichen Vorteil auf, in der Breite von Paletten hergestellt werden zu können. Meist besteht er aus einem Rahmen mit Holzaufbau und Plane oder in Kofferausführung aus einem geschlossenen Laderaum aus Stahlblechen.

Container für alle Einsatzbereiche von der Logistik bis zum Wohnen im Modul

Je nach Einsatzgebiet haben sich in der Praxis verschiedene Container mit unterschiedlichen Aufbauten entwickelt.
  • Geschlossene Stahlcontainer: Als ISO-Container genormt, bestimmt diese Containerart in Größen zwischen 8 und 40 Zoll den Weltgütertransport. Ihr Vorteil: Leicht stapelbar, erlauben sie den Warentransport witterungsgeschützt und bei Bedarf klimatisiert als Kühlcontainer. Zugleich sind sie ortsunabhängig als Lagerstätte nutzbar.
  • Abrollcontainer: Behältnisse von zwei bis zwölf Kubikmeter Volumen, die mit Abrollrädern im Hinterbereich von Haken an der Zugmaschine ohne externe Entladungsmaschinen versetzt werden können. Sie kommen hauptsächlich im Bereich der Abfallentsorgung zum Einsatz. Ihr Vorteil: Ein voller Absetzcontainer kann in einem Arbeitsschritt vor Ort gegen einen leeren ausgetauscht werden.
  • Schüttgut- oder Bulk-Container: Geschlossene oder oben offene Stahlbehältnisse, oft mit Planenverdeck. Sie kommen vor allem in der Bau- und Landwirtschaft zum Einsatz und haben bis ca. 40 Kubikmeter Volumen. Ihr Vorteil: Von oben leicht zu beladen.
  • Tankcontainer: Oft stapelbare Silobehälter für die Beförderung von Flüssigkeiten für der Chemie- und Nahrungsmittelindustrie bis ca. 30.000 Liter. Ihr Vorteil: Sicherer Transport, schnelles Umfüllen.
  • Wohn- und Materialcontainer: Mobile Wohn-, Büro- oder Lagerhäuser. Ihr Vorteil: In Modulbauweise zusammengesetzt und mit zahlreichen Innenausstattungen zu versehen, lassen sich daraus ganze Containerstädte inklusive Heizungs- und Sanitärcontainern bauen.

Wechselbehälter mit Brücken und Koffern

Die Wechselbehälter mit Längen zwischen 7,8 und 13,6 Meter lassen sich als austauschbare Ladeträger mit verschiedenen Aufbauten, Koffern oder Brücken genannt, an die jeweilige Transportaufgabe flexibel anpassen. Meistens kann die Zugmaschine die Wechselbehälter aufnehmen und absetzen, indem sie unter den Wechselbehälter gefahren wird. Abgesetzt steht der Wechselbehälter dann auf vier seitlich anklappbaren Stützen.
  • Pritschen-Plane-Wechselbrücken: Pritschenbauweise mit Seitenplanen zum Hochklappen oder Zusammenschieben für leichte Be- und Entladung etwa mit Gabelstaplern, die Paletten aufnehmen können. Ihr Vorteil: Schnelle Be- und Entladung im chain-supply-System.
  • Koffer-Wechselbrücke: Als Koffer bezeichnet man das geschlossene Ladebehältnis aus leichtem Stahlblech. Ihr Vorteil: Güter werden geschützt von Witterungs- und Umwelteinflüssen auf Straße oder Schiene befördert.
  • Kühlkoffer-Wechselbrücken: Für den klimatisierten Transport empfindlicher Güter und Tiefkühlwaren bis minus 25 Grad. Vorteil: Die Kühlkette wird nach dem Absetzen nicht sofort unterbrochen.

Günstige Preise für Gebrauchte Container

Aufgrund der preiswerten Bauweise und wegen des großen Bestandes, sind gebrauchte Wechselbehälter und Container bereits ab 500 Euro für kleine Absetzcontainer oder ab 700 Euro für gebrauchte Planen-Wechselbrücken erhältlich. ISO-Standardcontainer sind für unter 3000 Euro auf dem Gebrauchtmarkt. Das voll ausgestattete Container-Modul mit zwölf Einheiten ist ab 20.000 Euro zu haben. Hersteller: Bruns-Geeste (Absetzcontainer u.a.), Fliegl (Wechselbehälter), Frühauf (Wechselbehälter), Graeff (Sanitärcontainer u.a.), Hangler (Wechselbehälter), Kögel (Wechselbehälter), Kotschenreuter (Wechselbehälter), Krone (Wechselbehälter), Renz (Container), Schmitz-Cargobull (Wechselbehälter), Schwarzmüller (Wechselbehälter), Sirch (Absetzcontainer u.a.), Stapel (Abrollcontainer u.a.), Thyssen (Wechselbrücke TULO u.a.), Ucon (Tankcontainer u.a.).