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Auflieger

Auflieger: Die Zeitsparer beim Laden

Auflieger sind Anhänger, die beim Ankoppeln an die Zugmaschine ihr Gewicht auf deren Achsen verlagern. Abgehängt stehen sie vorne auf ausklappbaren Stützfüßen. Was sie hinsichtlich des praktischen Nutzens von Anhängern unterscheidet, ist dreierlei: Auflieger sind einfacher zu fahren und leichter zu rangieren. Sie haben durchgehende Ladeflächen und sind dadurch schnell zu be- und entladen. Schließlich haben sie wegen der Gewichtsverteilung auf die Zugmaschine oft ein höheres Ladegewicht von ca. 40.000 Tonnen. Das sind Traumdaten für jeden Spediteur. Ein Auflieger spart im Alltagsbetrieb also bares Geld. Hinzu kommen die niedrigeren Anschaffungskosten im Vergleich zu mehrgliedrigen Anhängern.

Auflieger für A von Auto bis Z wie Zement

Ähnlich wie Anhänger werden Auflieger gemäß ihrer Aufbauten und ihres Einsatzgebietes in verschiedene Kategorien eingeteilt. Dazu gehören Auflieger zum verankerten Transport von Autos auf zwei Ebenen, Betonmischtrommeln, Spezialaufbauten mit Fächern für den Getränke- oder Gasflaschentransport. Genau so wie einfache Auflieger in Pritschenbauweise. Oder der Schüttgut-Auflieger für den Zement.
  • Container-Auflieger: Sind praktisch gesehen keine Aufbauten, sondern leere Fahrgestelle zum Auflegen auf die Zugmaschine, nachdem ein Container auf dem Gestell befestigt wurde.
  • Schiebegardinen-Auflieger: Auch Tautliner genannt, eignen sich zum schnellen seitlichen Be- und Entladen, da ihre gesamten Ladefläche auf ganzer Länge durch eine zusammenschiebbare Plane mit wenigen Handgriffen freigelegt werden kann.
  • Edscha-Auflieger: Nach dem Hersteller benannter Aufbautyp, bei dem Seitenwände und zusätzlich auch noch das Dach des Aufliegers beiseite geschoben werden. Dies ist wichtig, wenn der Auflieger mittels Hebemaschinen entladen werden muss.
  • Walkingfloor-Auflieger: Besteht aus festen Stahlblechwänden und Metallboden und ist nach oben mit einer Plane verschlossen. Ist die für die durchgehende Beladung geeignet.
  • Koffer-Auflieger: Bezeichnen beim Auflieger geschlossene Aufbauten aus Kunststoff oder Stahlblechen, die auch zu speziellen Transportzwecken etwa im Tiefkühlbereich zum Einsatz kommen.
  • Pritsche-/Plane-Auflieger: Bestehen aus einem Pritschenaufbau, der seitlich und oben mit rollbaren Planen verschlossen ist und eine feste Stirnwand zum Zugfahrzeug hin hat.
  • Tankauflieger: Sind Auflieger mit geschlossenen Silobehältnissen. Sie werden vor allem in der Bau-, Chemie- und Lebensmittelindustrie benötigt, um flüssige oder auch gefährliche Güter sicher zum Bestimmungsort zu befördern.
  • Kipp-Auflieger: Sind Auflieger mit hohen Seitenwänden aus robustem Stahl, die nach oben hin offen oder mit einer Faltplane verschlossen sind. Ein hydraulische Einrichtung vorne am Fahrgestell bringt den Kippauflieger in Schräglage, um das geladene Schüttgut an seinem Bestimmungsort abzusetzen. Zum Einatz kommen Kippauflieger hauptsächlich in der Bauindustrie.
  • Megatrailer: Der Begriff weist auf die besondere Höhe des Aufbaus bei diesen Aufliegern hin. Er hat eine Mega-Ladehöhe von drei Metern und kann dadurch gestapelte Paletten oder andere gut stapelbare Güter auf mehreren Ebenen aufnehmen. Sein Ladevolumen beträgt je nach Ausnutzung der Höhe bis zu 100 Kubikmeter.

Hersteller und Gebrauchtpreise von Aufliegern

Bekannteste Hersteller von Aufliegern sind die Firmen Ackermann-Frühauf (Walkfloor-Auflieger u.a.), Kässbohrer (Pritschen-Plane-Auflieger u.a.), Kögel (Schiebeplanen-Auflieger u.a.), Krone (Pritschenauflieger u.a.), Meiler (Kippauflieger) Schmitz Cargobull (Walkfloor-Auflieger u.a.). Die Preise bewegen sich bei Walkingfloors zwischen 6000 Euro für gebrauchte und 60.000 Euro für neue Auflieger. Pritsche-Plane-Auflieger sind bereits ab ca. 1500 und bis ca. 6000 Euro auf dem Gebrauchtmarkt zu haben.